Qualitätsprüfung vonPhenolformmassen(Hergestellt aus einer Phenolharzmatrix mit Zusatzstoffen wie Füllstoffen, Härtern, Gleitmitteln usw., hauptsächlich für das Formpressen verwendet) müssen Kernabmessungen einschließlich Aussehen, Verarbeitbarkeit, physikalischen und mechanischen Eigenschaften, thermischen Eigenschaften und chemischer Beständigkeit abdecken, um die Einhaltung der Formgebungsanforderungen und die Produktleistung sicherzustellen. Spezifische Prüfpunkte und -kriterien sind wie folgt:
Grundlegende Erscheinungsbild- und visuelle Qualitätsprüfung
Das Erscheinungsbild dient als intuitiver Indikator für die vorläufige Qualitätsbeurteilung und spiegelt direkt die Gleichmäßigkeit der Rohmaterialmischung und Pelletierung (bzw. Pulverherstellung) während der Produktion wider. Zu den spezifischen Prüfpunkten gehören:
Farbe und Gleichmäßigkeit
Anforderung: Produkte innerhalb derselben Charge müssen eine einheitliche Farbe ohne erkennbaren Farbunterschied aufweisen (nachweisbar durch visuellen Vergleich mit Standardfarbtafeln oder durch quantitative Messung mit einem Farbdifferenzmessgerät).
Bedeutung: Farbabweichungen können auf Unterschiede zwischen Harzchargen, ungleichmäßige Füllstoffverteilung oder Schwankungen der Verarbeitungstemperatur zurückzuführen sein und sich auf die visuelle Konsistenz des Endprodukts auswirken.
Granulat-/Pulverzustand
Granulat: Prüfen Sie auf runde Form, Abwesenheit von Agglomeration oder Bruch (die Bruchrate muss ≤ einem festgelegten Wert, typischerweise ≤3%) und gleichmäßige Partikelgrößenverteilung (nachweisbar durch Standard-Siebanalyse; z.B. muss der Anteil der Partikel mit einer Maschenweite von 20-60 den Unternehmensstandards entsprechen).
Pulver: Frei von Klumpen und Fremdkörpern (z. B. metallischen Verunreinigungen, Faserklumpen). Prüfung mit einem 100-Mesh-Sieb; der Rückstand darf ≤ 0,5 % betragen.
Verunreinigungen und Defekte
Prüfen Sie die Ware visuell oder mit einer Lupe. Verunreinigungen wie Metallspäne, Steine oder ungelöste Harzklumpen sind nicht zulässig. Granulat-/Pulveroberflächen müssen frei von Ölflecken oder Schimmelpilzspuren sein (um Blasenbildung oder Ablösung beim Formen zu vermeiden).
Leistungsprüfung der Verarbeitung
Die Verarbeitbarkeit von Phenolharz-Formmassen bestimmt unmittelbar die Formbarkeit und die Produktausbeute. Zu den wichtigsten Prüfpunkten gehören:
1. Fließfähigkeit (Schmelzfließeigenschaften)
Prüfverfahren: Typischerweise das Spiralströmungslängenverfahren (gemäß GB/T 14049-2008)Phenolische FormmassenDie Formmasse wird bei vorgegebener Temperatur (z. B. 160–180 °C) und vorgegebenem Druck (z. B. 5–10 MPa) in eine Spiralform eingespritzt. Anschließend wird die Länge der durch die fließende Schmelze gebildeten Spirale gemessen.
Beurteilungskriterien: Die Abweichung der Fließlänge innerhalb derselben Charge muss ≤±10% betragen. Die spezifischen Werte sollten der Produktstruktur entsprechen (komplexe dünnwandige Produkte erfordern eine hohe Fließfähigkeit, während dickwandige Produkte eine mittlere Fließfähigkeit benötigen, um ein Überlaufen zu verhindern).
Bedeutung: Eine zu geringe Fließfähigkeit kann zu unvollständiger Füllung oder Hohlräumen an Ecken des Produkts führen; eine zu hohe Fließfähigkeit kann zu Überlauf oder Glutbildung führen und somit die Kosten der Nachbearbeitung erhöhen.
2. Aushärtungsgeschwindigkeit (Gelierzeit und Aushärtungszeit)
Gelierzeit: Misst die Zeit vom Erhitzen bis zum Verlust der Fließfähigkeit (Gelzustand) bei einer festgelegten Temperatur (z. B. 175 °C) (gemäß GB/T 14049). Typischerweise erforderlich: 50–150 Sekunden (angepasst an die Bauteildicke; dickere Bauteile benötigen eine etwas längere Gelierzeit, um ein inneres Aushärten zu verhindern).
Aushärtungszeit: Misst die Zeit, die für die vollständige Aushärtung bei vorgegebener Temperatur und vorgegebenem Druck benötigt wird (bestimmt durch Härteänderungen an geformten Prüfkörpern; z. B. deutet eine Barcol-Härte von 80 oder höher auf vollständige Aushärtung hin). Typischerweise 3- bis 5-mal so lang wie die Gelierzeit.
Bedeutung: Eine zu schnelle Aushärtung kann zu inneren Spannungen und Rissen in den Produkten führen; eine zu langsame Aushärtung verlängert die Produktionszyklen und verringert die Effizienz.
3. Schwindungsrate (Dimensionsstabilität nach der Umformung)
Prüfverfahren: Eine Standardprobe (z. B. 120 mm × 120 mm × 3 mm) wird hergestellt. Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur werden die tatsächlichen Abmessungen der Probe gemessen. Diese werden mit den Formabmessungen verglichen, um die Schwindungsrate zu berechnen (Schwindungsrate = (Formabmessungen – Probenabmessungen) / Formabmessungen × 100 %).
Beurteilungskriterien:Phenolische FormmasseDie Schrumpfung liegt typischerweise zwischen 0,4 % und 1,2 % (geringer bei anorganischen Füllstoffen, etwas höher bei organischen Füllstoffen). Die Chargenschrumpfung darf maximal ±0,2 % betragen, um Maßabweichungen der Fertigprodukte zu vermeiden.
Veröffentlichungsdatum: 03.02.2026

