GlasfaserpulverEs handelt sich nicht nur um Füllstoff; es verstärkt das Material durch physikalische Verzahnung auf Mikroebene. Nach dem Schmelzen und Extrudieren bei hoher Temperatur und dem anschließenden Mahlen bei niedriger Temperatur behält alkalifreies (E-Glas-)Glasfaserpulver ein hohes Aspektverhältnis und ist an der Oberfläche inert. Es besitzt harte, aber reaktionsträge Kanten, die in Harz-, Zement- oder Mörtelmatrizen ein Stütznetzwerk bilden. Die Partikelgrößenverteilung von 150 bis 400 Mesh bietet einen Kompromiss zwischen guter Dispergierbarkeit und Verankerungskraft: Zu grobes Material führt zu Ablagerungen, zu feines schwächt die Tragfähigkeit. Für Anwendungen wie Hochglanzbeschichtungen oder Präzisionsvergussmassen eignen sich ultrafeine Sorten, beispielsweise 1250-Mesh-Glasfaserpulver.
Die signifikante Verbesserung der Substrathärte und Verschleißfestigkeit durch Glaspulver beruht auf dessen inhärenten physikalisch-chemischen Eigenschaften und Mikromechanismen innerhalb des Materialsystems. Diese Verstärkung erfolgt primär über zwei Wege: „physikalische Füllverstärkung“ und „Optimierung der Grenzflächenhaftung“, wobei folgende spezifische Prinzipien gelten:
Physikalischer Fülleffekt durch hohe intrinsische Härte
Glaspulver besteht hauptsächlich aus anorganischen Verbindungen wie Siliciumdioxid und Boraten. Nach dem Schmelzen und Abkühlen bei hohen Temperaturen bildet es amorphe Partikel mit einer Mohs-Härte von 6–7, die die von Basismaterialien wie Kunststoffen, Harzen und herkömmlichen Beschichtungen (typischerweise 2–4) deutlich übertrifft. Bei gleichmäßiger Verteilung in der Matrix,Glaspulverbettet unzählige „mikroharte Partikel“ in das gesamte Material ein:
Diese harten Punkte nehmen direkt äußeren Druck und Reibung auf, wodurch die Belastung und der Verschleiß des Grundmaterials selbst reduziert werden und sie als „verschleißfestes Skelett“ fungieren;
Das Vorhandensein harter Stellen hemmt die plastische Verformung der Materialoberfläche. Wenn ein Fremdkörper über die Oberfläche kratzt, verhindern die Glaspulverpartikel die Bildung von Kratzern und erhöhen dadurch die Gesamthärte und Kratzfestigkeit.
Verdichtete Struktur reduziert Verschleißwege
Glaspulverpartikel zeichnen sich durch feine Abmessungen (typischerweise im Mikrometer- bis Nanometerbereich) und ausgezeichnete Dispergierbarkeit aus und füllen gleichmäßig mikroskopische Poren im Matrixmaterial, um eine dichte Verbundstruktur zu bilden:
Beim Schmelzen oder Aushärten bildet das Glaspulver eine durchgehende Phase mit der Matrix, wodurch Grenzflächenlücken vermieden und lokaler Verschleiß durch Spannungskonzentrationen reduziert werden. Dies führt zu einer gleichmäßigeren und verschleißfesteren Materialoberfläche.
Die Grenzflächenhaftung verbessert die Lastübertragungseffizienz
Glaspulver weist eine ausgezeichnete Kompatibilität mit Matrixmaterialien wie Harzen und Kunststoffen auf. Einige oberflächenmodifizierte Glaspulver können sich chemisch mit der Matrix verbinden und so robuste Grenzflächenverbindungen ausbilden.
Chemische Stabilität widersteht Umweltkorrosion
GlaspulverEs weist eine hervorragende chemische Inertheit auf und ist beständig gegen Säuren, Laugen, Oxidation und Alterung. Es behält seine stabile Leistungsfähigkeit auch in komplexen Umgebungen (z. B. im Freien, in chemischen Umgebungen) bei:
Verhindert strukturelle Oberflächenschäden durch chemische Korrosion und erhält so Härte und Verschleißfestigkeit;
Insbesondere bei Beschichtungen und Tinten verzögern die UV-Beständigkeit und die Beständigkeit gegenüber Feucht- und Wärmealterung des Glaspulvers den Matrixabbau und verlängern so die Lebensdauer des Materials.
Veröffentlichungsdatum: 12. Januar 2026
